Alfonsina y el mar

Text: Félix Luna
Musik: Ariel Ramírez
Jahr: 1962

Por la blanda arena que lame el mar
su pequeña huella no vuelve más,
un sendero solo de pena y silencio llegó
hasta el agua profunda,
un sendero solo de penas mudas llegó
hasta la espuma.

Sabe Diós que angustia te acompañó,
que dolores viejos calló tu voz,
para recostarte arrullada en el canto
de las caracolas marinas,
la canción que canta en el fondo oscuro del mar
la caracola.

Te vas Alfonsina con tu soledad,
¿Qué poemas nuevos fuiste a buscar …?
Una voz antigua de viento y de sal
te requiebra el alma y la está llevando
y te vas hacia allá como en sueños,
dormida, Alfonsina, vestida de mar …

Cinco sirenitas te llevarán
por caminos de algas y de coral
y fosforecentes caballos marinos harán
una ronda a tu lado
y los habitantes del agua van a jugar
pronto a tu lado.

Bájame la lámpara un poco más,
déjame que duerma nodriza en paz
y si llama él no le digas que estoy,
díle que Alfonsina no vuelve …
Y si llama él no le dígas nunca que estoy,
dí que me he ido …

Te vas Alfonsina con tu soledad,
¿Qué poemas nuevos fuiste a buscar …?
Una voz antigua de viento y de sal
te requiebra el alma y la está llevando
y te vás hacia allá como en sueños,
dormida, Alfonsina, vestida de mar …

 

Alfonsina und das Meer

Im weichen Sand, den sanft das Meer benetzt,
wird ihre leichte Spur nicht mehr zu finden sein.
Ein einsamer Weg aus Leid und Stille, führte
ins tiefe Wasser,
ein einsamer Weg voll stummen Leids, führte
zum Meeresschaum.

Mag Gott wissen, welch’ Kummer an deiner Seite ging,
welch’ alten Schmerz deine Stimme verschwieg,
um dich dem Schlafeslied
der Meermuscheln hinzugeben,
dem Lied, das in dunkler Meerestiefe
die Meermuschel singt.

Du gehst dahin Alfonsina, mit deiner Einsamkeit.
Welch’ neue Gedichte magst du suchen geh’n…?
Eine altvergang’ne Stimme aus Wind und Salz
zerbricht dir die Seele und führt sie fort
und du gehst dahin, wie im Traume,
schlafend, Alfonsina, in einem Kleid aus Meer…

Fünf Meeresmädchen werden dich
durch Algen- und Korallengänge führen
und glänzende Seepferdchen,
Ringelreien an deiner Seite tanzen
und bald werden alle Wassergeschöpfe
an deiner Seite spielen.

Stell’ mir das Licht der Lampe etwas dunkler,
lass’ mich, Amme, in Frieden einschlafen
und wenn er nach mir fragt, sag’ ihm nicht ich sei da,
sag’ ihm, Alfonsina kommt nicht wieder …
Und wenn er nach mir fragt, sag’ ihm niemals ich sei da,
sag’, ich sei gegangen…

Du gehst dahin Alfonsina, mit deiner Einsamkeit,
welch’ neue Gedichte gingst du suchen…?
Eine lang vergang’ne Stimme aus Wind und Salz,
zerbricht dir die Seele und nimmt sie mit sich
und du gehst dahin, wie im Traume,
schlafend, Alfonsina, in einem Meereskleid …