Flor de lino

Text: Homero Expósito
Musik: Héctor Stamponi
Jahr: 1947

Deshojaba noches esperando en vano que le diera un beso,
pero yo soñaba con el beso grande de la tierra en celo.
Flor de Lino,
qué raro destino
truncaba un camino
de linos en flor…

Deshojaba noches cuando la esperaba por aquel sendero,
llena de vergüenza, como los muchachos con un traje nuevo:
¡cuántas cosas que se fueron,
y hoy regresan siempre por la siempre noche de mi soledad!

Yo la vi florecer como el lino
de un campo argentino maduro de sol…
¡Si la hubiera llegado a entender
ya tendría en mi rancho el amor!
Yo la vi florecer, pero un día,
¡mandinga la huella que me la llevó!

Flor de Lino se fué
y el hoy que el campo está en flor
¡ah malhaya! me falta su amor.

Hay una tranquera por donde el recuerdo vuelve a la querencia,
que el remordimiento de no haberla amado siempre deja abierta:
Flor de Lino,
te veo en la estrella
que alumbra la huella
de mi soledad…

Deshojaba noches cuando me esperaba como yo la espero,
lleno de esperanzas, como un gaucho pobre cuando llega al pueblo,
flor de ausencia, tu recuerdo
me persigue siempre por la siempre noche de mi soledad…

 

Leinblume

Wie zählte sie die Nächte, auf meinen Kuss vergeblich wartend,
doch ich, ich träumte nur vom großen Kuss der Erdenglut.
Leinblume,
welch’ sonderbares Schicksal
verschloss den Weg,
zum blühenden Leinfeld…

Wie zählte sie die Nächte, wenn auf jenem Pfad ich auf sie wartete,
wie verschämt sie war, wie Jungen in einem neuen Anzug:
so vieles ging verloren
und kehrt heut’ auf der ewigen Nacht meiner Einsamkeit immerfort zurück!

Wie den Lein sah ich sie erblüh’n
sonnendurchflutet auf heimatlichem Feld…
Hätt’ ich sie nur zu verstehen vermocht,
hätt’ ich heut’ die Liebe in meinem Haus!
Ich sah sie erblüh’n, doch eines Tages…
verwünscht sei der Weg der sie von mir nahm!

Leinblume ging fort
und heut’ wo das Feld ganz in Blüte steht,
fehlt mir, zu meinem Unglück, ihre Liebe.

Es gibt ein Gatter durch das die Erinnerung zurück zur Heimat kehrt,
welches die Reue, sie nicht geliebt zu haben, immer offen lässt:
Leinblume,
ich sehe dich auf dem Stern
der sein Licht auf die Spuren
meiner Einsamkeit wirft…

Wie zählte sie die Nächte, auf mich wartend so wie ich jetzt auf sie warte,
hoffnungsvoll, wie ein armer Gaucho der ins Dorf zurückkehrt,
Blume der Abwesenheit, deine Erinnerung
verfolgt mich auf immer durch die ewige Nacht meiner Einsamkeit…