Zamba para no morir

Text: Lima Quintana
Musik: Ambros y Rosales

Romperá la tarde en mi voz
hasta el eco de ayer,
voy quedándome solo al final,
muerto de sed, harto de andar,
pero sigo creciendo en el sol,
vivo.

Era el tiempo viejo la flor,
la madera frutal,
luego el hacha se puso a golpear,
verse caer, solo rodar,
pero el árbol reverdecerá,
nuevo.

Al quemarse en el cielo la luz del día,
me voy,
con el cuero asombrado me iré,
ronco al gritar que volveré,
repartido en el aire a gritar,
siempre.

Mi razón no pide piedad,
se dispone a partir,
no me asusta la muerte ritual,
solo dormir, verme borrar,
una historia me recordará,
vivo.

Veo el campo, el fruto, la miel,
y estas ganas de amar,
no me puede el olvido vencer,
hoy como ayer, siempre llegar,
en el hijo se puede volver,
nuevo.

 

Zamba um nicht zu sterben

(Für den Quebracho, der im verwünsteten, abgeholzteten argentinischen Buschland, im Mailer verglüht)

Des Abends Neige bricht in meiner Stimme an,
bis sich das ferne Gestern als Echo ahnen lässt,
nur noch allein steh’ ich, zum Ende hin,
sterbend vor Durst, des Wirkens leid,
und dennoch weiter wachsend in der Sonne,
lebend.

Einst war die alte Zeit blühende Pracht
und Holz war Frucht im Überschwang,
dann kam und schlug die Axt,
fällte, brach nieder was sie fand,
doch ergrünen wird der Baum,
erneut.

Wenn am Himmel das Taglicht im Rauche erglüht,
vergehe ich,
gehe dahin, in Schattengestalt,
heiser geb’ ich Kunde dann von meiner Wiederkehr,
und dass vom Wind getragen, ich zu schrei’n gedenk’,
immerzu.

Mein Dasein fleht um Gnade nicht,
zum Gehen macht es sich bereit,
es schreckt mich nicht der Opfertod,
mich wie zum Schlaf gelegt verlöschen seh’n.
Entsinnen wird sich meiner der Geschichtenlauf,
lebend.

Ich seh’ vor mir das Feld, die Frucht, den Honig
und all der Liebe Strebenskraft,
besiegen kann mich das Vergessen nicht,
heut’ wie gestern gibt es einen Neubeginn,
die Rückkehr ist in einem Kinde möglich,
erneut.